Für eine Verkehrswende von unten

 

Daniel Roth

Daniel Roth

Mein Name ist Daniel Roth, ich bin 1986 geboren und lebe seit 2013 im Westend. Seit November 2015 engagiere ich mich in der Partei DIE LINKE im Kreisverband Wiesbaden und in unserem Stadtteil.

Ich kämpfe für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz und bin überzeugt, dass dies nur in einer sozialistischen Gesellschaft umgesetzt werden kann.

Ein Themenschwerpunkt in Wiesbaden ist für mich der Verkehr. Ich engagiere mich für eine Verkehrswende von unten, insbesondere für eine Neuaufteilung der Verkehrsflächen.

Fahrräder, Busse und Fußgänger müssen bevorrechtigt werden. PKW’s haben selbstverständlich eine Daseinsberechtigung, dürfen aber nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Die Notwendigkeit ergibt sich alleine schon aus den viel zu hohen Feinstaubbelastungen in unserer Stadt, gerade auch in unserem Kiez. Jüngst wurde die Stadt Wiesbaden gerichtlich unter Strafandrohung zur Luftreinhaltung verpflichtet!

Eingefasst von großen Hauptverkehrsachsen sind wir im Westend permanent den viel zu hohen und damit gesundheitsschädlichen Feinstaub ausgeliefert. Jedes Jahr sterben rund drei Mal mehr Menschen an den Folgen dieser Luftverschmutzung als an Verkehrsunfällen.

Eine Neuaufteilung der Verkehrsflächen im Westend wertet unseren Stadtteil auf, wir gewinnen öffentlichen Raum zum Leben zurück und können zum Vorzeigestadtteil für die ganze Stadt werden.

Den Elsässer Platz möchte ich mittelfristig zu einer Grünanlage umgestaltet sehen. Diese Umgestaltung muss aber sukzessive voranschreiten, um die Mitmenschen, die wirklich auf ein Auto angewiesen sind, nicht zu verdrängen.

Gleichzeitig wird eine langsame Verknappung des Parkraums dazu führen, dass Neu-WestendlerInnen seltener ein Auto mit ins Viertel bringen, womit mehr Fläche zum Leben für uns alle bleibt. Ich vertrete klar die These, dass es in erster Linie ein Grundrecht auf saubere Luft geben muss und erst nachgeordnet einen Anspruch auf eine Parkplatz im öffentlichen Raum.

Gerade uns im Westend muss klar sein, dass mehr Parkplätze einen Rattenschwanz mit sich bringen. Nämlich noch mehr Autos, Staus, Lärm und Abgase in unserer Stadt und unserem Viertel. Gerade deshalb warne ich vor dem Populismus der FDP!

Wir brauchen zudem dringend einen schienengebundenen ÖPNV in unserer Stadt. Es besteht in allen Parteien Konsens darüber, dass sowohl der PKW- als auch der Busverkehr an seiner Kapazitätsgrenze angelangt ist. Gleichzeitig wächst Wiesbaden aber weiter, NeubürgerInnen werden auch mobil sein. Ein Quantensprung im ÖPNV ist nur mit einer Stadtbahn machbar.

Diese ist realisierbar, leise, elektrisch und wird sich rechnen. Hierzu gibt es diverse Gutachten. Gescheitert ist die Umsetzung alleine an dem nicht vorhandenen politischen Willen, insbesondere am Widerstand der FDP.

 

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