Christoph Mürdter: Warum ich kandidiere

Er kandidierte 2011 auf Platz 3 und jetzt auf Platz 1: Christoph Mürdter, 43 Jahre, Dipl. Soziologe. In einem Kurzinterview für das Stadtteilblatt “Mensch Westend”, das wir hier vorab dokumentieren, beantwortete er vier Fragen.

Warum kandidieren Sie für den Ortsbeirat?

In unserer Gesellschaft verschärfen sich die Klassengegensätze zwischen Arm und Reich und herrscht der kapitalistische Profit über die Interessen der Mehrheit. Ob Privatisierungen oder Großprojekte: Nur Druck von unten kann diesen Irrsinn und den Ausverkauf sozialer Errungenschaften stoppen. Ich wohne seit 18 Jahren im Westend und möchte mich mit einer starken LINKEN im Ortsbeirat für ein soziales Westend für alle einsetzen.

 

Christoph Mürdter, Kandidat für den Ortsbeirat Westend/Bleichstraße

Christoph Mürdter, Kandidat für den Ortsbeirat Westend/Bleichstraße

Was wollen Sie im Westend verändern?

Kitas und Schulen sowie barrierefreies und gemeinschaftliches Wohnen für Jung und Alt ausbauen, damit junge Familien mit Kindern genau so wie Senioren hier bleiben können. Das Westend ist der am dichtesten besiedelte Stadtteil in Deutschland und braucht dringend mehr Verkehrsberuhigung und Vorfahrt für Busse, Fahrräder und Fußgänger. Eine Wiederinbetriebnahme der Aartalbahn und ihr Ausbau zur Stadtbahn bringen uns weniger Durchgangsverkehr.

Was mögen Sie am Westend?

Ich wohne im inneren Westend und mag die Vielfältigkeit und Internationalität, die Menschen, Kulturen, Läden, Kleinbetriebe in den Hinterhöfen und Restaurants. Hier pulsiert vor allem in den wärmeren Monaten das Leben. Wir müssen gemeinsam anpacken, damit unser Viertel l(i)ebenswert bleibt und nicht umkippt. Rassisten und Faschisten dürfen keine Chance bekommen. Das Westend ist durch den 1. Ring zweigeteilt: Das äußere Westend mit seinen altklassizistischen Bauten und das innere Westend mit seinem dichten Altbaubestand strahlen ganz eigene Reize aus, die mir sehr gefallen; und die Fußgängerzone wie auch die Düreranlage bzw. das Wellritztal sind nur wenige Minuten zu Fuß oder per Fahrrad entfernt.

Was ist Ihr politisches Motto?

Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt darauf an, sie zu verändern“ (Karl Marx)

 

 

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