Taten zählen – WiBus auflösen – Übernahme der Belegschaft durch die ESWE Verkehrs GmbH!

Zu Meldungen über einen möglichen WiBus-Streik:

  • Es ist gut, wenn Kommunalpolitiker angesichts eines möglichen Arbeitskampfes ihr Herz für die seit Jahren unterbezahlten und stark benachteiligten WiBus-Fahrer entdecken, die nicht mehr auf bessere Zeiten warten wollen.
  • Noch besser wären Taten. Jetzt sind Magistrat und Stadtverordnetenversammlung, allen voran Verkehrsdezernentin Sigrid Möricke (SPD), am Zuge. Sie sind aufgefordert, unverzüglich die Auflösung von WiBus und Überführung in die ESWE Verkehrs GmbH einzuleiten. Die bisherigen WiBus-Beschäftigten müssen durch die ESWE Verkehrs GmbH übernommen werden – bei voller Angleichung der Einkommen und Arbeitsbedingungen an das Niveau der Beschäftigten der ESWE Verkehrs GmbH.
  • Ein reibungslos funktionierendes Stadtbussystem ist unvereinbar mit einer Zwei-Klassengesellschaft bei der Belegschaft und einem Nebeneinander verschiedener Firmen. Es liegt auch nicht im Interesse der Fahrgäste, wenn sich WiBus-Fahrer nicht voll auf ihren verantwortungsvollen Job konzentrieren können, weil sie auf Nebenjobs angewiesen sind oder ergänzende Sozialleistungen beziehen, um sich und ihre Familien über Wasser zu halten. Einen europarechtlichen “Sachzwang” für die Fortexistenz einer Billiglohn-Busgesellschaft in städtischer Hand gibt es nicht.
  • WiBus hat vor Jahren mit Pleiten, Pech und Pannen den Betrieb aufgenommen und ist ein Mahnmal für eine gescheiterte Politik der Privatisierung und Zerschlagung integrierter kommunaler Betriebe und Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Es ist höchste Zeit, dieses traurige Kapitel abzuschließen.

Hans-Gerd Öfinger, Mitglied im Kreisvorstand DIE LINKE. Wiesbaden, Tel. 0173 65 28 418, hgoefinger@aol.com

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