Giftgasunglück zeigt: Profitstreben schadet Mensch und Umwelt

  • Giftgasunglück belegt Versagen der Arbeitsschutz- und Umweltschutzpolitik

  • Profitstreben schadet Mensch und Umwelt und verleitet zu einem unachtsamen Umgang mit Gefahrstoffen

Zu den Konsequenzen aus dem Giftgasunglück bei der Firma Koepp Schaum GmbH in Oestrich-Winkel am 13. August 2012 erklären Karl-Heinz Bäuml, Kreisvorsitzender DIE LINKE. Rheingau-Taunus-Kreis, und Hans-Gerd Öfinger, Mitglied im Kreisvorstand DIE LINKE. Wiesbaden:

  • Es ist höchst erfreulich, dass den Beschäftigten der Firma Koepp Schaum GmbH in Oestrich-Winkel und den Bewohnern der Region eine größere und weitreichende Katastrophe in Folge des jüngsten Giftgasunglücks erspart geblieben ist. Unser Dank gilt den vielen Helfern von Katastrophenschutz, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei, den Einsatzleitern vor Ort und den Werksangehörigen, die mit ihrem schnellen und umsichtigen Einsatz sicher Schlimmeres verhinderten und dabei auch eine Gefährdung ihrer Gesundheit in Kauf nahmen. Gleichzeitig müssen jetzt viele Fragen aufgearbeitet und Konsequenzen aus dem Unglück gezogen werden. [...]

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Taten zählen – WiBus auflösen – Übernahme der Belegschaft durch die ESWE Verkehrs GmbH!

Zu Meldungen über einen möglichen WiBus-Streik:

  • Es ist gut, wenn Kommunalpolitiker angesichts eines möglichen Arbeitskampfes ihr Herz für die seit Jahren unterbezahlten und stark benachteiligten WiBus-Fahrer entdecken, die nicht mehr auf bessere Zeiten warten wollen.
  • Noch besser wären Taten. Jetzt sind Magistrat und Stadtverordnetenversammlung, allen voran Verkehrsdezernentin Sigrid Möricke (SPD), am Zuge. Sie sind aufgefordert, unverzüglich die Auflösung von WiBus und Überführung in die ESWE Verkehrs GmbH einzuleiten. Die bisherigen WiBus-Beschäftigten müssen durch die ESWE Verkehrs GmbH übernommen werden – bei voller Angleichung der Einkommen und Arbeitsbedingungen an das Niveau der Beschäftigten der ESWE Verkehrs GmbH. [...]
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Nachruf: Abschied von Reza

Vor wenigen Wochen wurde unser Freund und Genosse Gholamreza (Reza) Rashidian in Wiesbaden zu Grabe getragen. Gemeinsam mit iranischen Verwandten, Bekannten und MitstreiterInnen begleiteten wir ihn auf seinem letzten Weg.

Der 1958 im Iran geborene Reza wurde Ende der 1970er Jahre von der linken Oppositionsbewegung gegen das prowestliche Pahlewi-Regime geprägt. Sein älterer Bruder wurde wegen seiner politischen Überzeugung von den Schergen des Regimes erschossen. Nachdem die mit großen Hoffnungen begleitete iranische Revolution von 1978/79 schließlich dem reaktionären Mullah-Regime Platz machte, landete Reza in den 1980er Jahren vier Jahre im Gefängnis. Diese Erfahrung prägte ihn sichtlich und dürfte auch seine Gesundheit untergraben haben. So war er in den letzten Jahrzehnten zunehmend körperlich geschwächt und gesundheitlich angegriffen.

Mit Reza verband uns in über zehn Jahren ein Engagement für revolutionäre, sozialistische Überzeugungen und gegen die Kriege von Bush-Administration und NATO. Bei örtlichen Demonstrationen gegen die Kriege in Afghanistan und Irak und den Bush-Besuch marschierte er stets mit.

Dies fiel auch dem Reporter der Frankfurter Rundschau (FR) auf:

Rashidian Gholamreza kommt aus dem Iran. Er trägt ein Transparent mit den Initialen der USA. “Ungerechtigkeit, Sklaverei, Apartheid” steht auf dem Tuch. “Bush ist ein wilder Cowboy”, sagt der Mann. Der US-Präsident versuche, die Welt nach seinenVorstellungen zu ordnen und jedem Land das System der USA aufzuzwingen. Das findet Rashidian Gholamreza nicht in Ordnung. George W. Bush ist dem in Wiesbaden lebenden Iraner unwillkommen. Um das zu dokumentieren, ist er gestern auf die Straße gegangen. Am Dienstag ist er einer von rund 500 Wiesbadenern, die sich auf dem Luisenplatz versammelt haben. (FR 23. Februar 2005)

An diesen sichtbaren Nachweis von Rezas Wirken erinnerten wir die Trauergemeinde. Nichts in unserem Leben ist umsonst, alles hinterlässt Spuren. Lebe wohl, Reza! Der Kampf geht weiter!

Hans-Gerd Öfinger, Christoph Mürdter

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